Zurück in die Kindheit mit der Fotografie von Constance Guisset

Zum Festival von Arles bietet das Magazin IDEAT 20 bekannten Designern zum Thema Kindheit zu fotografieren. Die speziell für dieses Event produzierten und mit der Unterstützung von YellowKorner abgezogenen Fotografien wurden in Arles in Eröffnungswoche ausgestellt und sind im September in Paris zu sehen. YellowKorner lässt Sie die faszinierende Fotografie der Designerin Constance Guisset entdecken.

7. Stellaria Solaris (2016), Constance Guisset

Constance Guisset – Stellaria Solaris, 2016.  Kaschierung auf Dibond. Mit der freundlichen Erlaubnis der Künstlerin

 

Ein ehemaliges Klassenzimmer, karierte Teppiche, hellrosa Wände… der Raum, in dem die Fotografien der vom Magazin IDEAT in Arles für die Eröffnungswoche organisierte Ausstellung „20 sur 20“ (20 von 20) zu sehen ist, riecht nach Kindheit. Das ist kein Zufall. Die Designer waren dazu aufgefordert ihre Fotografien rund um dieses Thema zusammenzustellen. Ergebnis: eine Serie von 20 Fotos mit sehr persönlichen Ansichten zur Kindheit.

 

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Austellung „20/20″ in der Eröffnungswoche des Festivals von Arles

 

Wenn die Beziehung zwischen Design und Fotografie historisch nicht offensichtlich ist, besitzen doch einige Designer heutzutage eine besondere Sensibilität für die Fotografie. Constance Guisset gehört zu diesen Designern. Sie ist auf Innenarchitektur und Ausstellungsaufbau spezialisiert und weiß es mit Bildern umzugehen. Bei dieser Aufgabe hat sie das Spiel mitgespielt und ihrer Fantasie freien Lauf gelassen.

„Im Himmel zu schwimmen, bis zu den weichen Wolken zu gelangen“. Dieses Zitat des Malers Eugène-Louis Boudin hat als Ausgangspunkt für ihre Arbeit gedient. Die Designerin präsentiert uns eine sehr schlichte Fotografie auf der zwei Kinder zu sehen sind, die emporschießen, Schwung nehmen und fliegen, in einer nebeligen und unscharfen Welt. In einem Moment der Poesie scheinen die Kinder auf den Wolken wie auf einem Trampolin zu hüpfen. Diese dem Foto innewohnende Magie lässt an die fantastischen und surrealen Fotos der deutschen Künstlerin Christine Ellger,oder auch anAlastair Magnaldodenken.

 

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Alastair Magnaldo – La mer

 

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Christine Ellger – Freunde

 

Das gezeigte Werk von Constance Guisset ist eng verwandt mit ihrer Welt des Designs. Wie in den von ihr kreierten Gegenständen strahlt auch ihre Fotografie ein Verlangen nach Bewegung und Leichtigkeit aus. Die Kinder scheinen irgendwo zwischen Vergangenheit und Zukunft verloren und freuen sich über den gegenwärtigen Moment, in dem noch alles zu tun und zu schreiben ist. Die Bewegungsunschärfe und der rauchige Effekt stellen für die Künstlerin die ununterbrochene Bewegung der Kinder dar, die dabei sind sich zu suchen, zu wachsen und vorwärts zu gehen. Mit bloßen Füßen, fliegenden Haaren, nur teilweise bekleidet verströmen die Kinder dieser Fotografie einen Eindruck von Freude und Freiheit.

 

Die Fotografie von Constance Guisset will Platz lassen für Interpretationen. Der Betrachter kann in ihr sehen, was ihm gefällt, je nach den eigenen Erfahrungen in der Kindheit, denn wie bereits Antoine de Saint-Exupéry sagte: „Man kommt aus seiner Kindheit, wie man aus einem Land kommt.“

 

La Hune in Paris am 20 septembre für eine Versteigerung. Der gesamte Erlös dieser Versteigerung geht an eine karitative Einrichtung,cc-foreducation, die Unterricht in Nepal fördern.
In der nächsten Woche freuen wir uns Ihnen die ergreifenden Porträts des Gewinners der Photo Folio Review 2015 zu zeigen: Piero Martinello.

 

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